Wer hätte gedacht, dass sich ein Team aus der Bezirksklasse bis ins Finale des Sparkassencups der Frauen spielt? Nach engen Halbfinals war das der dritten Mannschaft des Chemnitzer VV gelungen und zum Endspiel wurde der ASV Vorwärts Rothenburg aus der Sachsenklasse Ost begrüßt. 140 Zuschauer, Trommler auf beiden Seiten, ein reichhaltiger Imbiss, erfahrene Schiedsrichter und zwei hoch motivierte Teams – alles war bereit für den Pokalfight.
Gleich in Satz 1 ging es ausgeglichen zu. Konnten sich zunächst die Gastgeberinnen durch druckvolle Aufschläge und guten Abwehraktionen absetzen, konterten die Rothenburgerinnen direkt, brachten ihrerseits die gegnerische Annahme ins Wackeln und gingen zur Mitte des Satzes selbst in Führung. Angetrieben von der lautstarken Kulisse hatten sich die Chemnitzerinnen bis zum Ende des Satzes wieder einen kleinen Vorsprung erspielt und beim 24:21 drei Satzbälle. Nachdem die ersten beiden abgewehrt waren, musste der Ballwechsel durch eine Verletzung der Rothenburger Außenangreiferin unterbrochen werden. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass du schnell wieder zurück aufs Feld kommst. Aus dieser kurzen Pause kamen die Gäste besser zurück und drehten den Satz in der Verlängerung mit 27:25.
Der Stimmung und dem Spiel tat das insgesamt keinen Abbruch. Beide Mannschaften schenkten sich auch im zweiten Durchgang nichts. Im Gleichschritt ging es zur Satzmitte. Lange Ballwechsel und schöne Abwehraktionen sorgten für Spannung. Das leichte Punkteplus, dass sich die CVV-Mädels erspielten, wurde kurz vor Schluss gedreht. Der Mut der Rothenburgerinnen im Aufschlag wurde belohnt, die Chemnitzer Annahme ein ums andere Mal stark gefordert und am Ende stand ein 25:21 für das Team aus Ostsachsen auf der Anzeigetafel.
Satz 3 wurde dann der deutlichste Durchgang des Tages. Zunächst nahmen die Gäste den Schwung aus dem vorherigen Satz mit und erspielten sich direkt ein Polster zum 6:1. Die Chemnitzerinnen warfen anschließend aber alles in die Waagschale. Mehrere Aufschlagserien, erfolgreiche Aktionen in Annahme und Angriff – schnell war der Rückstand egalisiert und mit 25:16 der erste Satzgewinn bejubelt.
Der vierte Satz glich dann wieder den engen ersten beiden Durchgängen mit wechselnden Führungen und langen Ballwechseln. Beide Mannschaften kämpften um jeden Punkt. Sah es bis zum 21:17 für den CVV nach einem fünften Satz aus, wendete sich das Blatt auch hier nochmals und zwei kleine Aufschlagserien der Rothenburgerinnen beendeten den Satz mit 25:22.
Souverän und konzentriert leiteten die beiden extra aus Dresden angereisten Schiedsrichter Stefan und Steffen das Finale. Vielen Dank an der Stelle für euren Einsatz und eure Leistung. Auf dem Feld war es ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Emotionen. Am Ende konnte sich der Favorit aus der höheren Spielklasse durchsetzen und mit Erfahrung auch die engen Situationen am Satzende für sich entscheiden. Vor stimmungsvollem Publikum überreichte Torsten Klemm im Namen des SSVB den Pokal an das Siegerteam aus Rothenburg und Medaillen an alle Spielerinnen und Trainer.

Text: A. Rennau
Bilder: A. Zywietz
veröffentlicht am Mittwoch, 6. Mai 2026 um 15:17; erstellt von Feser, Stephan