Sparkassencup

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Spannung pur beim Sparkassencup-Halbfinale

Sachsenpokal

Riesenjubel auf der einen Seite, enttäuschte Gesichter auf der anderen. Nach 102 packenden Minuten ist die Überraschung perfekt: Zum ersten Mal überhaupt stehen die Volleyballerinnen des Hainsberger SV im Endspiel um den Landespokal, den Sparkassencup. Der Spitzenreiter der Sachsenklasse Ost gewann am Sonnabend das entscheidende Duell gegen die MH Metallprofil Volleys Dippoldiswalde beim Halbfinalturnier in Seifersdorf im Tiebreak – und löste so das Ticket für das Finale am 23. Februar. Gegner ist dort der SV Oberlosa.

Zunächst setzten sich die Freitalerinnen in Seifersdorf gegen die vorab als Außenseiter eingeschätzte Reserve des TSV Leipzig aus der Sachsenklasse West mit 3:1 (25:21, 17:25, 20:25, 19:25) durch. Die Messestädterinnen unterlagen dann auch Gastgeber Dippoldiswalde 1:3 (14:25, 19:25, 25:19, 11:25). Damit war klar: Der Sieger des abschließenden Duells der besten Frauenteams im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zieht ins Endspiel ein. Beide Teams waren bereits im Vorrundenturnier im vorigen Dezember aufeinandergetroffen. Damals setzte sich der Sachsenligist mit 3:2 durch. Hainsberg war als bester Gruppenzweiter aller Vorrundenturniere ins Halbfinale eingezogen.

„Die Niederlage in der Vorrunde war hart, und ehrlich gesagt hatten wir uns hier vor allem vorgenommen, uns einfach möglichst gut zu präsentieren, weil wir ersatzgeschwächt spielen mussten“, sagt HSV-Trainer Christian Straube. „Wir haben nur mit einer Mittelblockerin gespielt. Und sie, also Hanna Hohmann, hatte vor der Saison eigentlich aufgrund einer Verletzung ihre Karriere beendet und kam nun noch mal zurück. Und dann machen wir so ein Spiel! Wahnsinn, wir stehen im Finale!“

Hainsberg verlor den ersten Satz 22:25, gewann dann aber die nächsten Durchgänge mit 25:21 und 25:19. Doch Dippoldiswalde gab nicht auf und glich nach Sätzen aus (25:19). So musste der Tiebreak diesen Krimi entscheiden, der dann auch noch in die Verlängerung ging. Hier lagen die Freitalerinnen, die in der Vorsaison den Bezirkspokal gewonnen hatten und als Bezirksmeister zum zweiten Mal in Folge aufgestiegen waren, stets vorne. Doch die Metallprofil Volleys kamen immer wieder zurück, ehe der HSV seinen Matchball zum 17:15 verwandelte. Die Revanche war geglückt.

„Dann brachen bei uns alle Dämme, Freudentränen flossen“, erklärt Straube. „Beide Teams mit den Kräften am Ende, es war mehr Kampf als schöner Volleyball. Ich denke, wir waren heute einfach einen Tick besser, haben Moral gezeigt, uns als echte Einheit präsentiert. Jede Spielerin hat ihren Job gemacht. Ich bin stolz.“

Auf der anderen Seite herrschte Ernüchterung: „Beide Teams hätten heute das Weiterkommen verdient“, sagt Lisa Krebs von den Metallprofil Volleys, die ohne Mittelblockerin und Spielführerin Franziska Gründler antreten mussten. „Letzten Endes war es wohl etwas Glück und die etwas größere Durchsetzungskraft beim HSV, die den Ausschlag gaben.“ Hainsberg feierte den Finaleinzug bis in die späten Abendstunden. „Nun wollen wir natürlich auch den Pokal holen“, sagt Straube. Am 23. Februar trifft sein Team im Endspiel auf Oberlosa, den Tabellenzweiten der Sachsenklasse West.

Bei den Männern haben unterdessen die Volleyballer vom VfL Pirna-Copitz den Einzug ins Finale verpasst. In ihrem Halbfinalturnier in Pirna verloren die Gastgeber beide Partien. Zunächst unterlag der VfL im Duell zweier Sachsenklasseteams gegen Freiberg mit 1:3. Im abschließenden Spiel gegen die zuvor gegen Freiberg siegreichen Volleyballer von Motor Mickten zogen die Copitzer mit 2:3 den Kürzeren. Mickten gewann damit auch das Halbfinalturnier und trifft nun im Finale auf Ligakontrahent Kreuzschule Dresden.


Autor: Stephan Klingbeil; Bild: Egbert Kamprath

veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2019 um 10:28; erstellt von Nemcek, Martin

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