S-Sachsenliga

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Gemischte Wildplatte zum Sonntag - Teil 2

SV Motor Mickten I vs. USV TU Dresden II, 04.10.20, SL M
Gegen den Tabellenführer hatten die Micktener das Nachsehen.
Foto: SV Motor Mickten, 1. Herren

Nach einer kleinen Stärkung im als Schlachtraum getarnten Vorbereitungsraum, sowie kurzen Gesprächen mit unseren Fans, Ehemaligen, Freunden und Familie, gingen wir in die zweite Partie des Tages gegen die alten Hasen vom USV TU Dresden II. Die Tabellensituation machte uns hier ganz klar wieder zum Jäger. Doch das Spiel, welches folgen sollte, zeigte einen kompletten Rollentausch. Wie die angesengten Wildscheine rannten Toni, Martin, René, Till, Steve und Timon übers Feld. Selbst unser andersfarbiges Bollwerk in der hinteren Reihe hatte dem nichts entgegenzusetzen. Schnell befanden wir uns in einem 06:11 Rückstand. Die Gäste kennen wir bereits aus den letzten 3 Saisons. Doch deren Routine, Ruhe und Spielsicherheit waren von uns immer noch nicht wirklich zu erreichen. Konstante druckvolle Aufschläge ließen unsere Annahme nicht gut aussehen. Ergo kein variables Angriffsspiel. Zu oft verhinderten die uns entgegengestellten Mauern und Fallen einen Punktgewinn. Auch die Wechsel im Zuspiel und in der Annahme brachten keine gewünschte Verbesserung. Über die Stationen 09:15, 12:18 und 14:21 waren unsere Opfer kaum zu übersehen. Beim Satzendstand von 16:25 war auch der letzte Keiler nicht mehr zu retten.

Nun hieß nicht schon vorzeitig die Köpfe hängen zu lassen und den Braten ab zu schenken. Die Endauswahl des ersten Satzes durfte im zweiten Parcours ihr Können unter Beweis stellen. Doch gleich vom ersten Punkt an, knüpften wir an die desolate Leistung des ersten Satzes an. Zu viele Fehler in allen Elementen ließen uns die „1 Schritt vor - 2 Schritt zurück“ Taktik perfektionieren. Der erneut schnelle Rückstand von 03:06, 07:16 und 11:16 spricht eine Sprache für sich. Die hohe Treffsicherheit der alten Haudegen bereitet uns große Probleme. Im Angriff zu wenig Druck, Block und Abwehr wurden gezielt angeschossen. Selbst die zwischenzeitlich 4 getätigten Wechsel brachten unsere Felle nicht ins Trockene. Auch Toni, Till Johne, Basti und Jakob bekamen ihr „Fett“ weg. Das Schlachtfest wurde nur durch, den ab und zu unsicheren Schnitt, des ersten Unparteiischen unterbrochen. Ohne weitere große Worte zu verlieren, schließlich haben wir bis dato schon genug verloren, standen wir bei 18:25 Satzendstand mit dem Rücken zu Wand.

Eingepfercht im Momi-Gehege wollten wir doch nochmal über den Tellerrand hinausschauen, bevor wir verspeist werden. Die Idee der allseits bekannten 5-Satz Momi-Taktik sollte nun als Erfolgsgarant herhalten. Mit den letzten Kräften wollten wir uns nochmal zur Wehr setzen und nicht kampflos das Schicksal seinen Lauf nehmen lassen. Eine frühe 06:02 ließ dazu auch bei unseren verbliebenen Fans Hoffnung aufkeimen. Doch wie gewonnen, so zerronnen, mussten wir uns wieder auf die schwierigsten Pfade begeben. Uns wurde das heimische Terrain zum Nachteil. So langsam erhielten die Fans unserer Gäste die Oberhand, stachelten ihre Schützen zum Aufholen an. Beim Stand von 11:11 waren wieder bei Null angekommen. Hier waren es die kleinen Fehler, welche den feinen Unterschied ausmachten. Nochmal kurzes Wachrütteln in der Auszeit, bestehende Wunden verarzten oder kaschieren. Mit frischem Herbstfutter (Nüsse und Beeren) gestärkt, ging es in die zweite Hälfte des dritten Satzes. Nun waren wir die jungen Durchlauferhitzer und konnten unsere Gäste mit 18:15 wieder ein wenig abschütteln. Es gelang uns allerdings nicht zu entfliehen und dabei selbst ausreichend zu punkten. Beim Stand von 21:21 bzw. 22:22 befanden wir uns wieder an verhärteten Fronten. Auch wenn wir in dem Moment vielleicht den besseren Knochenbau und glänzenderes Fell hatten, waren wir in dieser entscheidenden Phase wieder mental unterlegen. Etwas panisch wollten wir die letzten Punkte erzwingen, fanden uns aber dann doch in der klassischen 23:25 Falle. Die 0:3 Klatsche war hart, aber auch verdient. Der USV TU Dresden II bestätigte zu Recht seinen derzeitigen Tabellenplatz und agiert weiterhin von der Spitze des Waldes in Sachsens höchster Spielklasse.

SV Motor Mickten – USV TU Dresden II 0:3 (16:25, 18:25, 23:25)

Dennoch war es ein schöner Heimspieltag im Momi-Center. Den gab es zuletzt am 30.11.2019, also vor fast 10 Monaten. Schlussendlich durften alle am Buffet teilhaben und wir sind froh in den aktuellen Zeiten, Gäste und Fans unserer Halle begrüßen zu dürfen. Apropos Buffet. Am 01.11.2020 spielen wir bei unseren Freunden in Reudnitz, SH Gymnasium Engelsdorf. Vage Vermutungen lassen hier bereits im Vorfeld einen weiteren Gewinner, unserer vorkriegsähnlichen Situation, im Bezug auf das leibliche Wohl hervorgehen. Da aktuell die Ausgabe von Lebensmitteln und Ausschank von Getränken stark beschränkt ist, braucht man sich keine Gedanken um ein reichhaltiges Buffet zu machen. Gemäß der Party-Mentalität von heute, Hauptsache die Musik ist gut und der Stoff stimmt. Fleißige Leser der vergangen Jahre und Insider wissen hier bestens Bescheid. Wir bedanken uns nochmal bei den zahlreichen Fans, ihr ward wie immer geil, unseren Gästen und dem Schiedsgericht.

Das nächste Heimspiel findet dann auch schon am Samstag, den 07.11.2020 ab 14 Uhr wieder im MoMi-Center statt. Wir freuen uns auf euch.

veröffentlicht am Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 16:30; erstellt von Toni Fuchs, SV Motor Mickten-Dresden e.V.

Spiele

Samstag, 2. Oktober 2021

11:00
TSV Leipzig 76 I TSV Leipzig 76 I
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Post SV Dresden I Post SV Dresden I
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11:00
TSV Leipzig 76 I TSV Leipzig 76 I
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Wildcats FSV Reichenbach
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Spiele

Samstag, 24. April 2021

14:00
VSG Leipzig Nord VSG Leipzig Nord
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VV Grimma II VV Grimma II
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14:00
VSG Leipzig Nord VSG Leipzig Nord
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SV Reudnitz II SV Reudnitz II
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14:00
BBV Wurzen BBV Wurzen
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SV Reudnitz SV Reudnitz
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14:00
BBV Wurzen BBV Wurzen
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TSG Markkleeberg von 1903 IV TSG Markkleeberg von 1903 IV
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14:00
SV Stahl Brandis SV Stahl Brandis
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TSG Markkleeberg von 1903 III TSG Markkleeberg von 1903 III
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14:00
SV Stahl Brandis SV Stahl Brandis
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SV Bad Düben SV Bad Düben
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