Hinweis zu den Spielerpässen für die aktuelle Saison

Spielbetrieb

Liebe Sportfreunde,

aus gegebenem Anlass möchten wir euch darauf hinweisen, dass Spielerpässe in jeder Saison nach erfolgter Zuordnung zu einer Mannschaft neu auszudrucken sind. Die Spielerlizenz erhält ihre Gültigkeit erst durch den Vermerk der aktuellen Saison (Bsp: Spielberechtigung Saison 2018/2019).

19.09.2018 16:43

L.O. Volleys go Snow

Spielbetrieb

Nina Heinrich und Juliane Ketzer waren dabei! Sie gehörten zum Damenteilnehmerfeld der ersten Deutschen Meisterschaft im Snow-Volleyball. Diese wurde vergangenes Wochenende (17./18.02.) in Winterberg ausgetragen. Die zwei Mädels schildern in einem Bericht ihre ersten Erfahungen mit Volleyball im Schnee und ihre Erlebnissen bei der Deutschen Meisterschaft.

Ein Bericht von Nina Heinrich und Juliane Ketzer:

Nachdem ich (Nina Heinrich) ein Beachvolleyballspiel auf einer allseits bekannten Videoplattform angeschaut hatte, unterbreitete mir diese Vorschläge, was mir sonst noch so gefallen könnte, unter anderem mit dabei: Snowvolleyball. Ich hielt das für einen Scherz, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wie das funktionieren sollte.

Vielleicht ein halbes Jahr später lese ich auf der SSVB-Seite, dass noch Teams für die 1. Deutschen Meisterschaften im Snowvolleyball gesucht werden. Ich nahm das erstmal so zur Kenntnis, verfolgte aber in den nächsten Tagen ein wenig die Meldeliste. Weil die nicht wirklich länger wurde, fing ich ernsthaft an, darüber nachzudenken, ob es wohl jemanden geben könnte, der sich auf so ein verrücktes Abenteuer einlassen würde. Diese Überlegungen äußerte ich am letzten Tag der Meldefrist beim Hallentraining mit meiner Mannschaft. Und siehe da, Jule war sofort Feuer und Flamme, was bei den zu erwartenden Außentemperaturen sicher nur von Vorteil sein konnte. Auch ihre Qualitäten als Mittelblocker in Kombination mit meiner Wenigkeit der Kategorie Kampfzwerg ließen schon mal eine gute Mischung erwarten.

In den darauffolgenden zwölf Stunden haben wir es irgendwie hinbekommen, uns vom Vorstand einen Vereinszugehörigkeitsnachweis zu besorgen (Vielen Dank an dieser Stelle) und die Anmeldung beim DVV einzureichen. Noch am selben Abend erhielten wir per Mail die offizielle Einladung zum Turnier und einige weitere organisatorische Informationen, u.a. dass uns Verpflegung und Unterkunft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Wir konnten unser Glück kaum fassen und waren natürlich gleich ganz aufgeregt.

Also nächster Schritt: Ausrüstung zusammenstellen. Für den nötigen Grip im Schnee besorgten wir uns unverschämt günstige Fußballschuhe, von denen wir hofften, dass sie das Wochenende überstehen würden. Leggins in Tarnfarben, ein bisschen Skiunterwäsche, Handschuhe und Stirnband dazu, und fertig ist das Snowvolleyball-Outfit. Danach ging es direkt ab ins Trainingslager auf den Skihang in Augustusburg – wir wollten ja nicht unvorbereitet kommen. Wir hatten eine Stelle gefunden, wo es nicht ganz so steil war, sodass man nicht den ganzen Berg runterlaufen muss, um den Ball wieder zu holen. Schon nach wenigen Minuten stellten wir erleichtert fest, dass es beim Spielen gar nicht mehr so kalt ist. Das Experimentieren mit der Ausrüstung hatte zum Ergebnis, dass Jule die Handschuhe gegen Knieschoner tauschte. Ich war aber ganz froh mit den Handschuhen, da ich so weniger Hemmungen hatte, auch mal direkten Kontakt mit dem Schnee aufzunehmen. Auch die Fußballschuhe erfüllten ihren Zweck erstaunlich gut. Den klassischen Wintersportlern war die Verwunderung über unser Treiben auf jeden Fall deutlich anzumerken. Aber wer weiß, vielleicht haben wir den Snowvolleyball ins Rollen gebracht, sodass es schon in der nächsten Saison in Augustusburg ein richtiges Spielfeld gibt.

Mit einem einzigen DVV-Punkt im Gepäck, der uns zur Teilnahme qualifiziert hatte, machten wir uns also am Freitag auf die Reise nach Winterberg im Sauerland. Uns war bis dahin gar nicht so bewusst, dass es in Nordrhein-Westfalen auch Berge und Schnee gibt. Gegen Mittag kamen wir am Ort des Geschehens an und um 14 Uhr begann unsere Trainingszeit, die wir mit Paul Becker/Jonas Schröder teilten, da sie noch Dreharbeiten für eine neue Folge von Pauls Doppelblog durchführen wollten. Das war für uns natürlich der Hauptgewinn, weil wir so unverhofft zu einer intensiven Trainingseinheit kamen und möglicherweise auch erstmals auf der oben erwähnten Videoplattform erscheinen. Am Abend gab es dann noch das Technical Meeting mit anschließender Pasta-Party. Nebenbei erfuhren wir auch, dass das an 1 gesetzte Team, Fröhlich/Overländer, zweihundertdreizehnmal mehr DVV-Punkte hat als wir, was uns zu der Frage führte, ob man während des Spiels vielleicht zur Ablenkung Schneebälle werfen darf. Wie wir erfahren haben, gibt es wohl aktuell noch keine internationalen Regeln...

Am Samstagvormittag starteten wir jedenfalls auch ohne Schneebälle unerwartet gut in unser erstes Gruppenspiel, was uns sogar einen Satzball bescherte. Leider konnten wir den nicht verwandeln und verloren am Ende mit 10:12. Auch im zweiten Satz hielten wir gut mit, mussten ihn aber letztlich mit 8:11 abgeben. Das war natürlich ein bisschen schade, aber wir waren trotzdem glücklich darüber, ein Spiel auf Augenhöhe abgeliefert zu haben. Das zweite Gruppenspiel bestritten wir gegen das oben erwähnte, an 1 gesetzte Team. Um es kurz zu machen: Wir bekommen ganz schön auf die Mütze, beziehungsweise das Stirnband, und verlieren glatt in zwei Sätzen bei einem Ballverhältnis von 0,23 – immerhin besser als das Verhältnis der DVV-Punkte. Nachdem sich unter der heißen Dusche bei mir dann doch nennenswerte blaue Flecke abzeichneten, entschied ich, am nächsten Tag besser auch mit Knieschonern aufzulaufen.

Gesagt, getan: Am Sonntag fanden wir uns früh morgens bei Kaiserwetter, aber fast zweistelligen Minusgraden wieder auf dem Spielfeld zu unserem Viertelfinale gegen den Zweiten der anderen Gruppe ein. Bei diesem Temperaturunterschied wird die Erwärmung zur Herausforderung. Ein bisschen nachgeholfen haben da die beheizten Gondeln, welche als Spielerkabinen fungierten – was für eine coole Idee! Von dort wurden wir pünktlich um 9 Uhr aufs Spielfeld gerufen. Leider kamen wir aber nicht so richtig in Tritt, produzierten vielen Eigenfehler und so endete das Turnier für uns trotz großem Kampfgeist mit einer klaren Niederlage.

Auch wenn wir natürlich nicht wirklich etwas Anderes erwartet hatten, war die Enttäuschung erst einmal groß. Deshalb haben wir uns die Langlauf-Ski angeschnallt und haben noch ein Runde in der Loipe gedreht, was bei dem Wetter natürlich genial war. Als wir wieder am Snow-Court ankamen um die Finalspiele anzuschauen, war auch die Medienpräsenz nochma l um einiges größer. Durchgesetzt hat sich am Ende bei den Damen das Team Fröhlich/Overländer. Becker/Schröder konnten in einem beeindruckenden Spiel die Männerkonkurrenz für sich entscheiden. Also waren wir wohl immerhin ein guter Trainingspartner, der sie insbesondere auf die unkonventionellen Bälle vorbereitet hat.

Alles in allem war es auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis, Teil eines solchen Events zu sein und mitzuerleben, wie viel Aufwand hinter so etwas steckt. Sollte sich im nächsten Jahr wider Erwarten erneut die Möglichkeit ergeben, würden wir es sicher noch einmal wagen. Die Fußballschuhe kommen jedenfalls vorerst noch nicht in die Kleidersammlung.


Autor/Fotos: N. Heinrich & J. Ketzer

veröffentlicht am Mittwoch, 21. Februar 2018 um 11:02; erstellt von Eberhard, Maria
letzte Änderung: 21.02.18 13:10

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