Offene Rechnungen aus 2017

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Das ereignisreiche Volleyballjahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Wer startet gern mit Verbindlichkeiten über offene Rechnungen ins neue Jahr? Deshalb bittet der SSVB alle Vereine sowie die privaten Teilnehmer von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen darum, die noch offenen Rechnungen bis zum Jahresende 2017 zu begleichen.

08.12.2017 13:32

Supercup 2017

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Damen: Neuling Schwerin gewinnt Volleyball Supercup

Die Volleyball-Damen vom SSC Palmberg Schwerin haben ihrer eh schon beeindruckenden Titelsammlung eine weitere Trophäe hinzugefügt: Der amtierende Deutsche Meister gewann im Duell mit dem Pokalsieger den Volleyball Supercup 2017. Am Sonntagnachmittag gelang dem SSC ein 3:0-Triumph (25:17, 25:14, 25:18) gegen Allianz MTV Stuttgart vor 5.796 begeisterten Zuschauern in der Hannoveraner TUI-Arena – und verhinderte so die Titelverteidigung Stuttgarts.

Meister Schwerin bejubelt den Sieg im Supercup. Foto: Sebastian Wells

Schon zu Beginn der Partie legte der elfmalige Meister und fünfmalige Pokalsieger aus der Hansestadt einen furiosen Start hin: Die Starting-Six von Trainer Felix Koslowski um Kapitänin Jennifer Geerties, Greta Szakmáry, Denis Hanke, Louisa Lippmann, Lauren Barfield, Marie Schölzel und die Libera Luna Carocci führte schnell mit 9:3 und zog Kapital aus dem nervösen Start des Pokalsiegers aus Stuttgart.

MTV-Trainer Giannis Athanasopoulos vertraute seiner Spielführerin Deborah van Daelen, Femke Stoltenborg, Renata Sandor, Mallory Grace McCage, Micheli Tomazela Pissinato, Michaela Mlejnkova und der Libera Teodora Pusic. Auch wenn beide Teams noch mitten in den Vorbereitungen stecken: Das Duell bot trotzdem viele spektakuläre Ballwechsel, die aber in Satz eins mehrheitlich an die Damen aus den Norden gingen – 25:17 gewann der SSC.

„SSC-SSC-SSC“ sangen die Fans im gelben Block hinter dem Spielfeld der Schwerinerinnen, Kapitänin Jennifer Geerties eröffnete den Satz mit einem Ass und gab gleich die Richtung für diesen Durchgang vor. Jetzt waren ihre Kolleginnen Lippmann und Szakmáry auf den Außenpositionen nicht zu stoppen – allein diese beiden Schwerinnerinnen erzielten zusammen 29 Punkte (Lippmann 15, Szakmáry 14). Sie waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass ihr Team auch Satz zwei gewann (25:14).

In Satz drei drehte Stuttgart am Anfang noch einmal auf: 8:6 führten die Allianz-Damen, Schwerins Coach Koslowski nahm eine Auszeit. Und nicht wenige erinnerten sich an das Pokalfinale 2017, dass Stuttgart nach einem 0:2 doch noch drehte. Doch die Schwerinerinnen rissen das Spiel wieder an sich, führten nach einem Hanke-Kracher wieder 14:13 und setzten sich bis zum Satzende wieder deutlich ab – nach dem 25:18 gab es nur noch Jubel auf der Seite des Deutschen Meisters, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte darf sich der SSC Palmberg Schwerin den Volleyball Supercup in die Vereinsvitrine stellen.

Die Schwerinerinnen haben ihren ersten Titelgewinn der Saison noch auf dem Spielfeld gebührend gefeiert, dann aber machten sie Platz für ein weiteres Highlight im Programm des Volleyball Supercups 2017: Tay Schmedtmann, Sieger aus The Voice of Germany 2016, hatte die Bühne ganz für sich und sorgte mit seinen gefühlvollen Songs für weitere Gänsehautmomente in der Arena. Doch auch dann ist noch lange nicht Schluss: Gegen 15.30 Uhr startet das Herrenspiel mit dem Duell zwischen dem Meister Berlin Recycling Volleys gegen VfB Friedrichshafen.

Herren: Friedrichshafen schafft Titelverteidigung beim Supercup

Hannover hat seinen Supercup-Sieger: Der VfB Friedrichshafen hat den Volleyball Supercup fest in der eigenen Hand, denn nach 2016 holte sich der VfB auch in diesem Jahr den 3.650 Gramm schweren Pokal erneut an den Bodensee. Im ewigen Duell der Giganten zwischen Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys setzten sich die Häfler am Sonntag mit 3:1 (23:25, 25:18, 25:18, 25:19) in der Hannoveraner TUI-Arena durch.

VfB-Kapitän Simon Tischer und Supercup-MVP Athanasios Protopsaltis. Foto: Sebastian Wells

Die 5.796 Zuschauer bekamen schon beim ersten Höhepunkt der gerade an diesem Wochenende gestarteten Saison einen echten Leckerbissen zu sehen, bei dem der VfB das Spiel nach verlorenem ersten Satz doch noch drehte. Überragender Akteur beim Sieger war der 24-jährige Athanasios Protopsaltis, der von den Zuschauern auch als MVP auserwählt wurde. Der Grieche erzielte 14 Punkte, nur David Sossenheimer war mit 18 Zählern noch etwas besser.

Dabei musste VfB-Trainer Vital Heynen auf seinen Neuzugang Martin Atanasov verzichten: Der Bulgare musste wegen einer Schulterverletzung passen und schaute sich das Spiel seines Teams als Zuschauer in Arena an. In seinem Team hatte Kapitän Simon Tischer in der Anfangsformation noch Daniel Malescha, David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis, Philipp Collin und Jakob Günthör neben sich auf dem Feld. Als Libero setzte Heynen gewohnt auf die Abwehrkünste von Markus Steuerwald. Auf der gegenüberliegenden Seite vertraute der Australier Luke Reynolds in seinem ersten Pflichtspiel an der BR Volleys-Seitenlinie auf Kapitän Robert Kromm, Adam White, Paul Caroll, Sebastian Kühner, Graham Vigrass, Aleksandar Okolic und Libero Luke Perry.

Es waren dann auch die Berliner Spieler, die im ersten Satz des Spiels die Akzente setzten und vor allem in der Endphase die Nerven behielten: 25:23 hieß es aus Sicht der Hauptstädter, bevor die Seiten gewechselt wurden. Dann aber setzte sich Friedrichshafen schon früh im zweiten Satz mit 10:8 ab und gab die Führung auch im Laufe des Durchgangs nicht mehr her – zu souverän agierte jetzt der Pokalsieger vom Bodensee, der mit einem Ass durch Simon Tischer das 25:18 und damit den Satzausgleich erzwang.

Berlin zeigte sich nach dem Seitenwechsel zwar unbeeindruckt und startete mit einer 6:2-Führung in Satz zwei. Doch der VfB hatte dem im Laufe des Satzes ein mustergültiges Abwehrspiel entgegenzusetzen, mit dem sie die Hammer-Angriffe des Meisters entzauberten – es war letztendlich ein Monsterblock von Philipp Collin, der den VfB mit 2:1 in Führung brachte (25:18). Das Bild änderte sich auch im finalen Durchgang dieser zweiten Supercup-Partie des Tages nicht, denn Friedrichshafen blieb weiter am Drücker und hatte immer die passenden Antworten auf die BR Volleys-Reaktionen.

Die anschließende Siegerehrung war der krönende Abschluss eines Events, das durchweg positive Reaktionen hervorrief. Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Volleyball Bundesliga, bilanziert: „Wir sind mit der Premiere des Supercups in Hannover sehr zufrieden. Zusammen mit unseren Partnern werden wir die Veranstaltung in den kommenden Tagen auswerten und die Voraussetzungen für eine Wiederholung im nächsten Jahr besprechen.“

Die Strategie, den Volleyballfans in Deutschland mit dem Supercup im Norden und dem Pokalfinale in Mannheim zwei Highlights zu bieten, werde man auf jeden Fall weiterverfolgen. „Ich danke insbesondere den Volunteers unserer Partnervereine GfL Hannover und SF Aligse für die großartige Unterstützung“, so Jung abschließend.


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veröffentlicht am Montag, 9. Oktober 2017 um 08:54; erstellt von Eberhard, Maria
letzte Änderung: 09.10.17 09:07

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