Jugendliga geht in die zweite Runde

Jugend

Am kommenden Sonntag (26.11.2017) ab 10 Uhr fliegt wieder der Ball in der Sächsischen Jugendliga U14. Die männlichen Mannschaften schlagen im Berufsschulzentrum in Zschopau (VC Zschopau) und die weiblichen Volleyballtalente im Schulsportzentrum in Dresden (Dresdner SC) auf.

21.11.2017 09:15

VBL: Aufschlag zur Millionen-Vermarktung?

Verband

Trotz positiver Entwicklung liegt die Volleyball-Bundesliga (VBL) in der Vermarktung noch hinter anderen Teamsportligen zurück. Können die Verantwortlichen die Lücke schließen? „Der Erfolg wird nicht vom Himmel fallen. Wir müssen es selbst tun! Wir sind bereit, mutige, mitunter auch schmerzhafte Entscheidungen zu treffen.“ Das sind nicht die Worte einer Kabinenansprache. Es sind vielmehr Auszüge aus dem sechsten Absatz des im Sommer verabschiedeten Masterplans der Volleyball-Bundesliga (VBL). In dem 43 Seiten umfassenden Dokument werden die Professionalisierungspläne der VBL für den Zeitraum von 2017 bis 2021 beschrieben. Dass der Ton so sportlich-kämpferisch klingt, hat einen Grund: Die Liga hat nach der ersten Masterplan-Phase von 2013 bis 2016 noch einen Berg an Arbeit vor sich – insbesondere in der Sponsoringvermarktung.

Aber zunächst eine Kurzzusammenfassung des in den vergangenen Spielzeiten Erreichten und ein Blick auf den Status quo der VBL-Vermarktung und -Professionalisierung:

  • Die Gesamtumsätze der VBL-Clubs sind seit der Saison 2012/13 um 25 Prozent gewachsen. Allerdings sind die Budgets der Volleyball-Bundesligisten signifikant kleiner als in den konkurrierenden Sportarten: Nach SPONSORs-Recherchen planen die elf VBL-Clubs in der Saison 2017/18 im Schnitt mit einem Umsatz von 1,05 Millionen Euro. Das ist weniger als der niedrigste Gesamtumsatzwert eines einzelnen Clubs aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL), der DKB Handball-Bundesliga (HBL) und der Easycredit Basketball Bundesliga (BBL). Den niedrigsten Wert in diesen drei Ligen weist der HBL-Club TV Hüttenberg mit 1,3 Millionen Euro auf.
  • Das sportliche und wirtschaftliche Gefälle innerhalb der ersten Volleyball-Bundesliga ist weiterhin sehr groß – die Gesamtumsätze reichen von 2,6 Millionen Euro beim VfB Friedrichshafen bis zu 390 000 Euro bei den Bergischen Volleys. Das entspricht einer Spreizung mit dem Faktor 1:7. In der HBL (1:9) und in der BBL (1:11) ist dieser Wert zwar höher, aber auch auf einem deutlich höheren Gesamtumsatzniveau.
  • In den ersten Bundesligen der Frauen und Männer wurden professionellere Managementstrukturen entwickelt. Im Zuge dessen wurde die Anzahl der hauptamtlichen Stellen um mehr als 71 Prozent gesteigert. In den zweiten Bundesligen ist dies noch nicht gelungen.
  • Eine Umbenennung und ein neuer Markenauftritt mit dem Claim „Home of Respect“ wurden von der VBL zwischen 2014 und 2017 vollständig umgesetzt.
  • Im Medienbereich konnte die VBL jährliche Mehrwerte von rund 250 000 Euro generieren. Gelungen ist dies unter anderem über eine Steigerung der Erlöse aus der Vergabe der medialen Nachverwertungsrechte der Frauen- und Männer-Bundesliga an die öffentlich-rechtliche Sportrechteagentur SportA (Saison 2017/18: mittlerer fünfstelliger Euro-Betrag), den Wegfall des Medienproduktionskostenzuschusses in Höhe von 100 000 Euro pro Jahr (wurde zuvor von den Clubs der Frauen- und Männer-Bundesliga aufgebracht und fällt nun weg), die Verdoppelung auf 40 Vollproduktionen auf Sportdeutschland.TV (Kostenersparnis für die Liga) sowie die Sicherung der Regionalsenderausstrahlung.
  • Im Oktober schloss die Liga einen TV-Vertrag mit Sport1 für die Live-Übertragung im Free-TV von sieben Hauptrundenspielen der Männer-Bundesliga und einem Pokalhalbfinale in der Saison 2017/18. In der aktuellen Spielzeit zeigt Sport1 von der Frauen-Bundesliga sogar zehn Liga-Spiele und ein Pokalhalbfinale live. Nichtsdestotrotz gibt es für eine regelmäßige Live-Berichterstattung in öffentlich-rechtlichen Programmen für Volleyball in Deutschland derzeit keine realistische Perspektive.
  • Die VBL verfehlte allerdings ihre Ziele im Bereich Sponsoring. Es gibt weiterhin keine nennenswerten Erlöse aus der zentralen Vermarktung, um diese an die Clubs auszuschütten. Und das, obwohl viele Vorzeichen besser stehen als noch vor einigen Jahren. So wurde nicht nur die Medienpräsenz verbessert; wie in anderen Teamsportligen wurden beispielsweise auch einheitliche Spielböden eingeführt. Zudem setzen acht der elf VBL-Teams freiwillig LED-Bandensysteme zur besseren Darstellung von Sponsoren ein. Eine Verpflichtung besteht dafür nicht.
Kommt jetzt der Titelsponsor?

Im Zuge des neuen Masterplans bis 2021 hat die VBL insgesamt 14 Handlungsfelder definiert, in denen sie sich bis 2021 weiter professionalisieren und den Abstand zu BBL, DEL und HBL verkürzen will. Neben der Durchlässigkeit zwischen den Ligen, hauptamtlichen Managementstrukturen mit qualifizierten Mitarbeitern und der Weiterentwicklung der Eventisierung der VBL-Spiele zählt dazu auch der bisher ausbleibende Erfolg in der Zentralvermarktung. Was sich auf dem Papier einfach liest, ist in der Praxis eine der größten Herausforderungen der Liga: Wie also kann die VBL ihre Sponsoringerlöse steigern und zum Beispiel den langersehnten Titelsponsor finden? Die VBL muss allmählich Lösungen anbieten. Klaus-Peter Jung weiß das, wie er im Gespräch mit SPONSORs klarmacht, und zeigt sich optimistisch. Der Liga-Geschäftsführer sieht die VBL unter anderem nach den kontinuierlichen Verbesserungen der Medienpräsenz der vergangenen Jahre gewappnet, einen Titelsponsor für die Männer- und Frauen-Bundesliga zu akquirieren. Jung sagt: „Wir liefern einem potenziellen Partner eine komplett unbestellte grüne Wiese, auf der er sich individuell ausleben und mitgestalten kann.“ So weich sich das symbolische Bild der „grünen Weise“ anhören mag, die Grundlage für einen kommunikativen Erfolg eines potenziellen Titelsponsors der Männer- und Frauen-Bundesliga ist tatsächlich gar nicht so schlecht. Neben dem großen Gestaltungsspielraum eines neuen Sponsors gibt es dafür noch weitere Gründe: Zum einen fände ein neuer Partner keine verbrannte Erde eines vorherigen Namensgebers vor. Ein neuer Titelsponsor müsste dementsprechend auch vergleichsweise weniger Geld in zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen investieren, um einen Namen aus den Köpfen von Fans und Kunden zu bekommen. Darüber hinaus ist die VBL frei von Skandalen. Der Markenclaim „Home of Respect“ wird von der Liga und den Clubs gleichermaßen gelebt. Die VBL-Clubs stehen vor diesem Hintergrund auch einem potenziellen Titelsponsor alles andere als kritisch gegenüber, im Gegenteil: Sie wünschen ihn sich sehnlich herbei. Aufgrund von Branchenexklusivitäten und damit möglichen Konflikten mit Clubsponsoren ist das in anderen Teamsportligen in Deutschland nicht unbedingt so, wie kürzlich erst im Fall von Bwin und der 3. Liga gesehen.

Zu den Fakten des VBL-Titelsponsorings:
  • Die VBL sucht einen Namensgeber für mindestens drei Spielzeiten und erhofft sich nach SPONSORs-Informationen Erlöse von mindestens einer Million Euro pro Saison.
  • Die VBL ist dabei grundsätzlich offen für alle Branchen.
  • Ein potenzieller Titelsponsor bekäme neben dem Namenspatronat an der Männer- und Frauen-Bundesliga umfangreiche Rechte – unter anderem zwei Bodenaufkleber in jeder Halle, Werbung im Netz sowie Logopräsenz auf den Trikotärmeln aller Clubs.

Zum Vergleich: Unter den deutschen Teamsportligen abseits des Fußballs hat die BBL mit Easycredit den lukrativsten Titelsponsoring-Vertrag. Namensgeber Easycredit zahlt nach SPONSORs-Informationen rund 2,5 Millionen Euro per annum an die Liga, der Vertrag ist auf insgesamt vier Spielzeiten bis zum Ende der Saison 2020/21 angelegt. Die HBL erhält jährlich rund eine Million Euro von ihrem Namensgeber DKB. Die Partnerschaft mit dem Kreditinstitut startete in der Saison 2012/13 und hat nach der zweiten Verlängerung Ende 2016 noch eine Laufzeit bis zum Ende der Spielzeit 2018/19. Die DEL verzichtet hingegen bislang auf einen Titelsponsor. Das liegt vor allem an den bislang zu niedrigen finanziellen Angeboten. Die Eishockeyliga will mindestens vier Millionen Euro pro Jahr über das Recht erlösen und dürfte es bei dieser Größenordnung auch nicht leicht haben, einen Partner zu finden.

Potenzial: 1,5 Millionen Euro

Unterhalb des vakanten Titelsponsorings beinhaltet die Sponsorenpyramide der VBL auf zweiter Ebene mit Mikasa aktuell nur einen Premium-Partner. Hier ist noch Luft für drei weitere Premium-Partner, ein Paket davon umfasst die Schiedsrichter-Werbung. Der Preis pro Premium-Partner-Paket liegt je nach Ausgestaltung bei 150 000 bis 300 000 Euro per annum. Im Bereich der Basic-Partner (dritte Ebene) hat sich die VBL zum Ziel gesetzt, ihren Sponsorenpool mit Service-Partnern auszubauen, die eine Verbesserung der B2B-Möglichkeiten sowie eine Reduktion der Kosten für Produktion und Dienstleistungen bewirken. Die Wertigkeit dieser Partnerschaften mit beispielsweise Technik- oder Bildungsunternehmen liegt zwischen 5000 und 35 000 Euro.

Die ernüchternde Erkenntnis: Die Cash-Sponsoringumsätze exklusive Sachleistungen liegen in der VBL aktuell unterhalb von 100 000 Euro pro Saison. Die Clubs sind also weit weg davon, an zentral vermarkteten Erlösen zu partizipieren, was eine weitere Professionalisierung der Clubstrukturen erschwert. Es gibt aber auch eine positive Lesart der Vermarktungssituation, die Hoffnung macht: Die jährlichen Erlöspotenziale allein aus der zentralen Vermarktung eines Titelsponsors sowie von drei vakanten Premium-Partnern liegen bei immerhin rund 1,5 Millionen Euro. Doch diese Millionen werden „nicht vom Himmel fallen“, um es im Wording des Masterplans zu formulieren. Man darf also gespannt sein, welche „mutigen und mitunter auch schmerzhaften Entscheidungen“ die Liga- und Club-Verantwortlichen treffen werden, um die Liga zum Erfolg zu führen.

Vermarktung Volleyball-Bundesliga

Die VBL vermarktet ihre Sponsoringrechte in der Saison 2017/18 mit der Hilfe von zwei Agenturen auf non-exklusiver Basis: Dauerman & Redwan aus Polen sowie 7 Sports. Mit der Tochteragentur von ProSiebenSat.1 hatte die VBL zuvor noch exklusiv zusammengearbeitet, die Partnerschaft nach ausbleibenden Vermarktungserfolgen aber angepasst. Die Medienrechte der VBL liegen weiterhin beim Sportdeutschland.TV-Anbieter DOSB New Media, dessen Mehrheitsgesellschafterin die ProSiebenSat.1-Tochter 7 Sports ist. Bis zum 30. Juni 2018 will die VBL gemeinsam mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) eine Vermarktungs-Unit gründen, um die Rechte von DVV (Nationalmannschaften) und VBL (Bundesliga) künftig gemeinsam zu vermarkten.


Quelle: Sponsors.de

veröffentlicht am Montag, 13. November 2017 um 10:22; erstellt von Eberhard, Maria
letzte Änderung: 14.11.17 15:59

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