Sachsenliga

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Gute Leistung, tolle Stimmung, keine Punkte

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Es bleibt für den externen Beobachter ein Trauerspiel. Auch die Spiele 11 und 12 konnten von den VF BW Hoyerswerda in der Sachsenliga nicht gewonnen werden. Trotzdem die Männer aus der Zusestadt in vielen Elementen stabiler wirkten, fehlten in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft und auch die Kaltschnäuzigkeit.

Eröffnet wurde der Spieltag in Sachsens höchster Spielklasse mit dem Duell gegen den SV Chemnitz-Harthau. Der Tabellendritte zeichnet sich durch gefährliche Aufschläge und hervorragendes Stellungsspiel aus. Aus Hoyerswerdaer Sicht war die Marschroute klar. Aus einer soliden Annahme heraus, sollte kein Ball verloren gegeben und mit taktischen Aufschlägen der Gegner in Bewegung gebracht werden. Für diese Aufgabe musste Trainer Alexander Philipp verletzungsbedingt auf Steven Wildt und Holger Brosche verzichten. Die frei gewordenen Mittelblockposition bekleidete der Coach selbst. Mit Tommy Hilse und David Reining auf Außen, Silvio Panoscha als Diagonalangreifer, Markus Zillich als zweiter Mittelblocker und Andre Lemke im Zuspiel gab es keine weiteren Umstellungen. Die Anfangsphase war ausgeglichen. Trotzdem musste der Heimtrainer seine erste Auszeit bei 8:9 nehmen. Kleine Abstimmungsprobleme und fehlender Spielwitz ließen die Gäste gefühlt besser werden. Die Entscheidung fiel dann zur Satzmitte. Mit 18:15 konnten die Chemnitzer einen Vorsprung erspielen und den Hausherren bissen sich an den Gästeblock die Zähne aus. Nach 26 Minuten stand es 0:1 nach Sätzen. Satz Zwei ließ zunächst keine Besserung erhoffen. Schnell setzten sich die Gäste 3 Punkte ab (7:10). Doch dank hervorragender Einstellung und druckvollem Aufschlagspiel waren die Heimischen schnell wieder dran und vorbei (11:11, 16:12). Die Fehlerquote des Gegners blieb in der Folge recht hoch und ermöglichte mit eigenem stabilen Spiel den Satzausgleich nach 25 Minuten mit 25:20. Die Vorentscheidung in dieser Begegnung sollte im Folgesatz fallen. Keine Mannschaft erspielte sich einen Vorsprung. Erst zum Satzende schien das Glück auf Seiten der Blau-Weißen zu sein. Bei 24:22 hatte der Gastgeber Satzball. Doch der Gegner nutzte einen Kommunikationsfehler der Hausherren eiskalt aus und konnte diesen Durchgang zum Ärger für Coach Philipp noch mit 27:25 gewinnen. Deutlich geknickt in ihrer Moral begann der leider letzte Satz gegen die Harthauer. Zwar wurde um jeden Ball gekämpft, aber der letzte Biss fehlte und somit mussten sich die Hausherren nach langen 117 Spielminuten 1:3 geschlagen geben.

Nach einer Pause folgte das zweite Spiel des Tages. Gegen die routinierten Spieler der TU Dresden II musste die Leistung mindestens bestätigt und vor allem in den entscheidenden Momenten die Cleverness behalten werden. Dieses Vorhaben schien bereits zu Beginn in Gefahr. Die Landeshauptstädter setzten sich früh 8:5 und 16:10 deutlich ab. Jetzt sollte Sascha Rikic sein Glück auf der Zuspielposition versuchen. Und tatsächlich schien dies Maßnahme Wirkung zu zeigen. Bei 16:18 waren die Volleyballfreunde wieder in Schlagdistanz. Doch wie so oft in dieser Saison folgt auf ein kurzes Hoch ein langes Tief. Mit mangelnder Durchschlagskraft und Eigenfehlern in den entscheidenden Momenten verschenkt der Aufsteiger aus Ostsachsen jede Siegchance. Ungefährdet und mit aller Erfahrung gewann der USV den ersten Satz mit 25:21. Die beiden nachfolgenden Sätze könnten auch exemplarisch für die gesamte Saison dienen. Mit teilweise schönen Aktionen und ungebrochen starker Moral kämpfen die Philipp-Schützlinge um jeden Ball. Doch wenn die Zuschauer das Gefühl haben, dass es jetzt läuft, nehmen sich zu viele Spieler eine Auszeit und produzieren unnötige Fehler, ja sogar am Fließband. Die gezeigte Leistung reicht dann in keiner Form für eine stark besetzte Sachsenliga und Geschenke werden auf diesem Niveau nicht verteilt. Nach jeweils 30 Minuten Spieldauer (23:25, 25:27) hatten die Gäste auch die Sätze zwei und drei gewonnen. Der 3:0-Auswärtssieg der TU-ler besiegelt wohl den direkten Abstieg der Volleyballfreunde Blau-Weiß. 

Für die VFBW spielten: Andre Lemke, Sascha Rikic, Sebastian Ullmann, David Reining, Tommy Hilse, Sven Besser, Silvio Panoscha, Markus Zillich, Alexander Philipp        

Autor: AP/Rele.  

veröffentlicht am Montag, 29. Januar 2018 um 09:14; erstellt von Eberhard, Maria

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